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An Adolescent Opera – Cinemagraph EP Release

Am Freitag den 02.11.2018 war die Release Party von Cinemagraph in der Kaprow Bar.  Der Namensgeber der Bar, Allan Kaprow lebte von 1927 bis 2006, er war Künstler und Kunsttheoretiker der Aktionskunst und prägte vor allem den Begriff des „Happenings“. Die Kaprow Bar ist eine kleine Keller-Bar in einem der Hinterhöfe des Jungbuschs. Direkt nebenan ist Zeitraumexit. Ohne Google Maps oder gute Barkenntnisse ist diese Bar nicht leicht zu finden. Ein Geheimtipp also. Um 19Uhr, dem Beginn, wie er auf der Homepage verkündet wurde, war allerdings noch nicht viel los.  Dafür konnte ich den Soundcheck miterleben und auch manch andere Spektakel, die der Jungbusch in Hinterhöfen zu bieten hat.

Dass ich die Bar fast nicht gefunden hätte, ging wohl nur mir so, denn gegen 21 Uhr, als es dann wirklich los ging, wurde es ganz plötzlich brechend voll. Und das obwohl keinerlei Plakate aufgehängt wurden oder Flyer verteilt. Werbung wurde nur per Socialmedia und Mundpropaganda gemacht.Von 12 bis 70 waren ungefähr alle Altersklassen vertreten und egal ob Stammkundschaft, Laufkundschaft oder eingefleischte Cinemagraph-Fans, alle haben die Musik gefeiert. Selbst draußen vor den Fenstern wurde sich die Nase platt gedrückt, weil drin alles voll war. Die erste Reihe stand Auge in Auge mit den Jungs, manche sahen auch leicht verunsichert aus, so direkt vor dem Sänger Advan. Nach dem Gig hat noch DJ L:LUCID aufgelegt und für die richtige Party-Stimmung gesorgt. Wie es sich eben für eine richtige Release Party gehört. Aber was wurde denn released? Die neue EP natürlich. Sie heißt „An Adolescent Opera“ und wir vom uni[MA]gazin werden auch ein Exemplar und ein super cooles Bandshirt verlosen.

Advan ist der Sänger und Gitarrist, Max ist Leadgitarrist und Background Gesang, dann noch Paul am Bass und Leon am Schlagzeug und Background Gesang. Seit 2015 gibt es die Band (Bis vor kurzem mit Felix am Bass) und sie erobern nicht nur Mannheim. Am 01.11.2018 haben sie in Mainz gespielt und davor in Berlin. In Mannheim haben sie natürlich auch schon jede Ecke bespielt. Ihr Markenzeichen ist wohl ihre erfrischende Art irgendwie andere Musik zu machen. Nach eigenen Angaben lassen sie Mannheim wie Brighton, London oder Sheffield klingen mit ihrer unkonventionell-frischen Mischung aus Indie-Rock, Alternative und Britpop erster Güte.

Bemerkenswert hierbei ist, dass keiner von ihnen an der Popakademie studiert, wie man vermuten könnte. Lediglich die Managerin Fine Stammnitz kommt von der „Poppe“ wie die Akademie von den Freundinnen der Band gerne genannt wird.

Zu Buchen sind die Jungs von Cinemagraph über die Booking Agentur „PrimaPrima“ die unter anderem von Mannheims ersten Nachtbürgermeister Hendrik Meier betrieben wird.

Cinemagraph ist also längst kein Geheimtipp mehr, sondern eher eine junge Band aus Mannheim, auf die wir stolz sein können.

 

Text: Naila

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