Sport

Quidditch – Das etwas andere Sporterlebnis

Die neue Trendsportart erobert langsam die Universitäten in ganz Deutschland, ausprobieren lohnt sich!

Quidditch ist die neue Vollkontaktsportart für all jene, die mal etwas Außergewöhnliches ausprobieren möchten und solche, die nicht genug von Harry Potter bekommen können. Es enthält Elemente aus Rugby, Völkerball und Handball, wobei es hier nicht ganz so hart zur Sache geht.

Ein Quidditchteam im realen Leben wie auch bei Harry Potter besteht aus sieben Mitspielern: Drei Jäger, zwei Treiber, ein Hüter und ein Sucher, welcher den goldenen Schnatz, gespielt von einer weiteren neutralen Person die sich ohne „Besen“ bewegen darf, fangen muss. Da es hier noch keine funktionierenden fliegenden Besen wie den Nimbus 2000 oder den Feuerblitz gibt, müssen die Spieler mit PVC-Rohren aus dem Baumarkt vorlieb nehmen. Diese müssen während des gesamten Spiels zwischen den Beinen gehalten werden und dürfen nicht fallen gelassen werden. Auch die Torringe werden in der Regel selbst gebastelt, zum Beispiel aus Sonnenschirmständern und biegbaren Rohren.

Es wird mit insgesamt fünf Bällen gespielt. Die drei Jäger versuchen einen Volleyball alias „den Quaffel“ in einen gegnerischen Ring zu werfen. Jedes Tor bringt zehn Punkte und der Quaffel darf zu jedem anderen Mitspieler geschossen, gepasst oder geworfen werden. Die Hüter verteidigen die Tore vor den gegnerischen Jägern und müssen versuchen, die Quaffel im besten Fall abzufangen und seinen eigenen Teamkollegen zuzuspielen. Währenddessen setzen die Treiber alles daran, mit drei Gummibällen, den Klatschern, das Spiel zu stören und die gegnerischen Jäger daran zu hindern, ein Tor zu erzielen. Wenn ein Spieler von einem Klatscher getroffen wird, muss er den Ball sofort fallen lassen, zu den eigenen Torringen zurückrennen und diese berühren. Da jeder Spieler nur einen Ball besitzen darf und es drei Klatscher gibt, hat eine Mannschaft zwei Klatscher und die andere einen.

Zuletzt gibt es noch die Sucher und den goldenen Schnatz, der dem Fänger 30 Punkte einbringt und das Spiel beendet. Der Schnatz wird erst nach 17 Minuten in das Spiel eingebracht, da es ansonsten viel zu schnell vorbei wäre. Er trägt einen Tennisball, in einer Socke hängend, hinten an seinem Hosenbund. Um nicht sofort gefangen zu werden, darf der Schnatz den Suchern alles Mögliche entgegenschleudern, solange es die Sucher nicht verletzen kann und er darf das Feld verlassen. (Im Sommer werden bevorzugt Wasserbomben geworfen.)

Natürlich muss es bei einer solchen Teamsportart auch einen Schiedsrichter geben, allerdings ist das in diesem Fall nicht nur einer, sondern gleich sieben. Da auf einem, im Vergleich zu Fußball, kleinem Feld gespielt wird, aber so viele Dinge gleichzeitig passieren, reicht ein Schiedsrichter eben nicht aus. Diese haben insgesamt drei Signale (einmal, zweimal oder dreimal pfeifen. ) Einmal pfeifen bedeutet, dass ein Tor gefallen ist oder ein Spieler eine Regel verletzt hat. Der zweifache Pfiff bedeutet, dass ein Spieler eine starke Regelverletzung begangen hat, woraufhin alle Spieler sofort stehen bleiben müssen oder der Ball befindet sich außerhalb des Feldes. Mit dem dreifachen Pfiff wird der Fang des Schnatzes verkündet und somit auch zugleich das Ende des Spiels.

Wo kann ich denn jetzt Quidditch spielen, fragt ihr euch? Angeboten wird es vom Hochschulsport der Uni Heidelberg, der auch allen Mannheimer Studenten kostenlos zur Verfügung steht. Gespielt wird jeden Mittwoch von halb vier bis fünf.

Text: Lisa Brauner, Foto: Giada Galow

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