Kultur Musik

Roosevelt lässt die Feuerwache tanzen

Der Musiker Roosevelt befindet sich momentan auf Deutschlandtournee und legte im Zuge dieser auch einen Zwischenstopp in Mannheim ein. Am Sonntag kamen rund 300 Leute in die alte Feuerwache, um den 26-jährigen Kölner live zu erleben.

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Roosevelt heißt eigentlich Marius Lauber und gilt seit seinem ersten Auftreten 2011 als Liebling der Kritiker. Sein Mix aus Elektropop, (Italo-)Disco, House und teils technoiden Bässen ist rhythmisch, tanzbar, fast hypnotisch und schafft die Balance zwischen komplexer Klangkonstruktion und Ohrwurmmaterial. Hits wie Elliot oder Moving On werden wohl schon so einigen in den Köpfen herumgeschwirrt sein. Dabei spielte er sein Debüt-Album komplett im Alleingang ein.

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Die Erwartungen und Vorfreude des Publikums waren also hoch an diesem frühlingshaften Sonntagabend und so wurden Roosevelt und seine Band herzlich begrüßt, als sie im weißen Komplettlook gegen 21 Uhr die Bühne betraten. Los ging es – nach dem Intro – mit der Single Wait Up, welche die beschauliche Menge auch gleich in Bewegung versetze. Im Folgenden spielte der talentierte Musiker nahezu sein gesamtes Repertoire und machte offensichtlich, wie viel Hitpotenzial er mit sich bringt. Dabei kam er nicht nur ordentlich ins Schwitzen sondern zeigte auch, warum er eigentlich so gut ankommt: Live ist Roosevelts Musik einfach noch einmal ein paar Stufen besser, geht ohne Umwege direkt in den Körper. Ein bisschen melancholisch, ein wenig nostalgisch, aber trotzdem genau im Hier und Jetzt. Passend dazu sagte er von sich selbst im Interview, er konzentriere sich lieber auf „kontemporäre Produktionen“, als sich an 80-er Jahre Platten zu versuchen (musikexpress.de). Und während in der Feuerwache vor der Bühne ausgelassen getanzt und mitgesungen wurde, lief darauf ein fliegender Wechsel zwischen Mischpult, Mikrofon und Gitarre ab.

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Nach etwas mehr als einer Stunde war der Zauber dann aber schon wieder vorbei, jedoch lies sich nach einer kurzen Pause und energischen Zugabe-Rufen das sympathische Trio des Abends noch einmal bitten und läutete das Ende des Abends mit der ruhigeren Single Close ein, um das glückliche Publikum dann mit Teardrops nach Hause zu schicken.

Ein toller Abend in vorsommerlicher Atmosphäre, ohne viel Schnick-Schnack, dafür mit viel guter Musik. Hoffentlich bis bald, Roosevelt!

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Fotos und Text: Ellen Fritzenschaft

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