Allgemein Corona

Generationenkampf

Am Anfang der Pandemie wurde zur Solidarität aufgerufen. Die junge Generation wurde aufgefordert, sich für die Alten in ihre Häuser zurückzuziehen. In Isolation zu leben. Einsam zu werden.

Wir haben das getan, zumindest von ein paar Gruppen abgesehen. Die Pandemie wirkt für viele junge Menschen an ihrem Ende. In den Kneipen wird wieder getrunken und getanzt. Neue Bekanntschaften werden geknüpft. Die Angst vor dem Anderen verschwindet und Normalität kehrt zurück.

Doch die Delta Variante wartet darauf auszubrechen. Genau wie in England und Israel. Ehemals niedrige Zahlen wurden dort zu neuen Wellen. Deutschland droht das gleiche Schicksal. Aber sorgt euch nicht, denn Geimpfte sollen laut Spahn ihre Rechte behalten. Schade nur, dass die meisten der Geimpften über 60 sind.

Die Impfquote des RKI besagt, dass 63,7% der über 60-jährigen vollständig geimpft sind. Bei den 18-59 jährigen sind es 35,4%, wobei hier anzunehmen ist, dass die 18-30 jährigen die geringste Quote haben. Bei unter 18 jährigen sind es gerade mal 1,1%. Bei der Erstimpfung liegen die Zahlen bei 82,6% (>60), 53,7%(18-59) und 3,1%(<18). 1

Die jungen Generationen haben die niedrigsten Quoten. Zuerst mussten die Risikogruppen geimpft werden. Jetzt sind große Teile der Risikogruppe geimpft, aber trotzdem sollen bald wieder Rechte eingeschränkt werden. So langsam fragt man sich, wo die Regierung und die Experten eigentlich hin wollen. Es wird von einer Herdenimmunität mit einer bis zu 85% geimpften Bevölkerung gesprochen.

Der einzige Weg aus der Krise sind Impfungen. Dies wird in allen Medien, von allen Experten, betont. Kein junger Mensch soll sich davon entziehen, aber es muss klar sein, dass es hierbei in den meisten Fällen nicht um Eigennutz geht. Es ist eine weitere Aufopferung der jungen Bevölkerungsschicht. Das Risiko als junger Mensch einen schweren Krankheitsverlauf zu durchleben ist niedrig. Bei AstraZeneca und Johnson & Johnson ist schon seit längerer Zeit bekannt, dass sie besonders bei jungen Menschen Hirnvenentrombosen auslösen können. Das hielt die ältere Bevölkerung nicht davon ab sich Biontech sowie Moderna zu sichern. Die Regierung schritt nicht ein. Stattdessen machte sie die gefährlicheren Impfungen frei verfügbar. Mittlerweile fällt auch das als sicher geltende Biontech mit häufigen Herzmuskelentzündungen auf. Wie groß diese Last für die junge Bevölkerung auch ist, sicher ist, dass die Regelungen besonders die junge Bevölkerung treffen.

Das ist nicht nur weil die Alten in Zukunft zum großen Teil geimpft sein werden. Es liegt auch einfach daran, dass junge Menschen mehr ausgehen. Mehr Menschen treffen. Hierbei werden unter 18 jährige und 20 bis 30 jährige unterschiedlich getroffen. Die unter 18 jährigen erhalten eine mangelnde Schulausbildung, bei gleichzeitig niedrigen sozialen Kontakten. Sie liegen akademisch und sozial hinter früheren Generationen zurück. Immerhin wird über die Probleme dieser Altersklasse berichtet, auch wenn dabei realpolitisch noch nicht viel passiert.

Die 20 bis 30 jährigen werden dabei ignoriert. Sie werden von den meisten Medien als Treiber des Virus verhetzt. Ihre geheimen Raves und Parties werden aufgelöst und mit hohen Zahlungen bestraft. Ihre Wünsche und Bedürfnisse werden weitestgehend ignoriert und Angebote sind bestenfalls mangelhaft. Ein paar glückliche kommen an Impfungen. Doch nicht alle erfahren dieses Privileg. Sie werden zurück gelassen.

Nach nun mehr als einem Jahr Pandemie, wundert man sich, zu was der Staat in der Lage ist. Denn Jahre zuvor, und ironischerweise in diesem Wahlkampf immer noch, gelten Verbote und radikale Maßnahmen im Bezug auf den Klimawandel als untragbar. Eine am Anfang des Jahres noch mögliche grüne Bundeskanzlerin, wirkt mittlerweile schon wie ein lange vergangener Fiebertraum. Übertriebene Aufregung über ihren Lebenslauf und lächerlichen Plagiatsvorwürfe schädigen ihren Ruf. Außerdem wird die Partei dafür bestraft richtige Politikvorschläge zu machen. Die CDU bleibt beim Klimaschutz bei ungenauen Formulierungen. Bloß nicht konkret werden, sonst realisieren die Wähler noch, dass ein steigender Benzinpreis eine unumstößliche Entwicklung ist, wenn man ernsthaft etwas gegen den Klimawandel tun will. Doch wie kann man sie kritisieren? Die Taktik funktioniert.

Die jungen Generationen erfahren nicht die gleiche Aufmerksamkeit, wie die älteren Generationen. Das liegt unter anderem an der immer älteren Bevölkerung. Diese diktiert das Politikgeschehen schlicht durch pure Masse. Stur ignorieren sie die Wünsche und Bedürfnisse ihrer Kinder und Enkelkinder. Hauptsache Kreuzfahrten und Mallorca Reisen. Wir befinden uns in einem Kampf der Generationen. Noch nie standen die Bedürfnisse von Generationen so im Konflikt wie heute. Es ist Zeit, dass wir uns nehmen was uns gehört. Die Zukunft.

Quelle: Robert-Koch- Institut vom 07.07.2021

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