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Warum Print-Zeitschriften kein Schnee von gestern sind

Dass die Digitalisierung weitreichende Auswirkungen hat, ist jeder und jedem von uns bewusst. Leider ist diese Entwicklung im Medienbereich nicht unbedingt vorteilhaft für Zeitungen und Zeitschriften, die inzwischen vermehrt im Internet Präsenz zeigen müssen, sei es über E-Magazine oder App-Angebote. Mir selbst ist dies erst kürzlich wieder bewusst geworden, als ein Basketballmagazin, welches ich sehr gern gelesen hatte, seinen Betrieb eingestellt hat. Dabei haben klassische Zeitungen, egal ob Tageszeitung oder auch Fachzeitschrift, immer noch ihren eigenen Reiz. Höchste Zeit also für einen Artikel, sowie einen Appell an euch Print-Zeitungen zu lesen !

Vorneweg sei gesagt, dass der technische Fortschritt vielerlei Annehmlichkeiten mit sich bringt und keineswegs als negativ zu bewerten ist. Wir bleiben durch unsere Handys immer up do date und können mittlerweile auf unseren Minicomputern, alles finden, was das Herz begehrt. Ganz nebenbei sind diese auch noch handlicher und viel leichter zu transportieren. Im World Wide Web findet man ein breites Spektrum an Online-Artikeln und kann sich u.a. verschiedenster globaler Zeitungen bedienen, wie El País oder The Times in Europa oder aber auch The Washington Post in Amerika.

Es spricht also nicht viel für klassische Zeitungen, die je nach Erscheinungszyklus Tage hinterherhinken können. Wie aus einer Studie des Bundesverbandes hervorgeht, gehen die Abonnement Zahlen im werbenden Buch- und Zeitschriftenhandel stetig, wenn auch schleichend, zurück. Was spricht also noch dafür sich eine klassische Zeitung zuzulegen? Konkret, einiges ! Stellen wir uns mal folgende Situation vor.

Ein herbstlicher, verregneter Sonntagabend, die Frage nochmal rauszugehen stellt sich mir überhaupt nicht, lieber mache ich es mir auf der Couch gemütlich. Ich hole meine Lieblingszeitschrift hervor und atme zuallererst den Geruch der frisch gedruckten Seiten ein. Wer kennt es nicht? Ich blättere voran und beginne ganz entspannt zu lesen. Dabei stört mich weder eine aus dem nichts hervorschießende Pop-up Werbung, noch bekomme ich sämtliche Nachrichten aus WhatsApp-Chats oder auch Benachrichtigungen anderer Apps angezeigt, die mich aus dem Lesefluss bringen könnten. Es bleibt mir schlichtweg die eigene Ruhe. Dementsprechend kann es auch eine ganz andere Art zu lesen sein, gemütlich und für einen Moment abgeschnitten von der Außenwelt, sich eine klassische Zeitung zu schnappen und zu lesen.

Vor allem bei eher unbekannten Zeitungen oder Fachzeitschriften ist die klassische Zeitschrift meist der einzige Übertragungsweg für die jeweilige journalistische Arbeit. Das bedeutet, dass mit viel Liebe zum Detail gearbeitet wird, sowohl in der Gestaltung als auch in der Berichterstattung.

Schlussendlich wäre es natürlich eine Utopie zu behaupten, sich vollständig von Online-Medien zu distanzieren, denn sie sind perfekt dafür geeignet, um über allerlei Themenspektren informiert zu bleiben. Klar ist auch, dass wir Student*innen nicht endlos Geld haben, das auf Bäumen wächst. Trotzdem wäre es schade, wenn es in Deutschland zukünftig immer weniger Print-Zeitungen geben sollte. Falls ihr also irgendein Hobby, Interesse oder auch eine Vorliebe zu einer Thematik habt, schaut doch einfach das nächste Mal im Kiosk bzw. Buch- oder Zeitschriftenhandel eures Vertrauens vorbei!

Studie: WBZ-Bestand: Abonnenten nach Halbjahren | Statista

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