„Der Studie ‚Fashion on Climate‘ zufolge verursacht die Textilindustrie 2,1 Milliarden Tonnen CO2 jährlich“ und das hat klare Folgen: „[Durch] die Industrie [werden] Unmengen von CO2 produziert, die nicht mehr natürlich gespeichert oder umgewandelt werden können. Dadurch steigt der CO2 Anteil in der Luft und weniger Wärme kann ins Weltall abgegeben werden. Dies führt dann wiederum dazu, dass sich das Erdklima erwärmt“ (Quelle: Eyd-Clothing). Doch wie kann es sein, dass der Kauf von Kleidung in Deutschland, indirekt Waldbrände tausende Kilometer entfernt von uns auslöst? Das liegt vor allem am exzessiven Konsumverhalten der heutigen Gesellschaft.
Mit einem kurzen Klick ist das nächste Outfit bestellt. Ein Oberteil, eine Jeans, Schuhe in zwei Größen – man weiß nie wie die wirklich ausfallen – und ein Teil, wonach man nicht gesucht hat, war reduziert, also geht das ohne groß nachzudenken noch mit. Auf Rechnung tut es außerdem viel weniger weh und man muss das kostenlose einmonatige Premium-Probe-Abo ja auch ausnutzen. Aber nach zwei Wochen liegen die Teile versteckt in den Tiefen des Kleiderschranks und schon steht man wieder vor der Frage: Wieso habe ich nie etwas zum Anziehen? Frustriert scrollt man also durch die Social-Media-Kanäle, erst Instagram dann TikTok und auf einmal ist man wieder in irgendeinem der etlichen Online-Shops gelandet, weil man einen Rabattcode gefunden hat und den kann man nicht einfach ignorieren. Stylish sieht man zwar aus, die Konsequenzen sind jedoch groß.
Gerade auf TikTok sind Hauls beliebt: Ob von SheIn, Zara oder H&M – es gibt Millionen Kurzvideos mit ebenso vielen Aufrufen und Likes. In den Kommentaren wird nach Artikelnummern gefragt oder erzählt, dass man dazu geleitet wurde eine Bestellung zu tätigen. Die (Mikro-)Trends rücken immer weiter in den Vordergrund, die Hintergründe zur Produktion befinden sich in sicherer Distanz, denn was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß. Unseren Heimatplaneten leider schon.
Solange jede Person nur einkaufen würde, was sie wirklich braucht und sich hin und wieder mal (die Betonung liegt auf „hin und wieder mal“!) etwas gönnt, wären die bekannten Fast-Fashion-Giganten keine so extreme Gefährdung für die Umwelt. Aber der Mensch will immer mehr – er ist in seinem Konsumverhalten unersättlich und das wird ausgenutzt: Die Modeindustrie produziert tagtäglich neue Ware, Kollektionen erscheinen teilweise wöchentlich: immer schneller, immer billiger und immer unfairer. Ein unschöner Nebeneffekt ist, dass die Ware meist über eine sehr kurze Lebensdauer verfügt, wodurch man öfter neue Teile kaufen muss, um die kaputte Kleidung zu ersetzen – und so bleibt man eben im Teufelskreis der Modeindustrie stecken. Wo die weggeschmissene Kleidung landet, interessiert schlussendlich die wenigsten.
Der Austritt aus dem Teufelskreis fällt schwer, ist jedoch nicht unmöglich. Am Earth Day wollen wir Hoffnung schaffen, in einer Welt voller negativer Nachrichten. Was kannst du also tun, um deinen Heimatplaneten, die (teilweise minderjährigen oder Zwangs-) Arbeitnehmer:innen in den Entwicklungsländern, dich selbst und deinen Geldbeutel zu beschützen? Hier sind Tipps für ein modisch grüneres Leben in Mannheim.
Die Mannheimer Planken sind verlockend gut zum Shoppen geeignet, doch es gibt auch andere Ecken, die mehr Aufmerksamkeit verdienen.
Für die, die ihre Schritte zählen:
- Vintage Revivals (N4)
- SecondPlus (O7)
- STRIKE (Q7)
…und gemütlich vom Bett aus:
- Momox Fashion
- Vinted (nebenbei auch selbst Geld verdienen leicht gemacht)
- Sellpy
- Ebay Kleinanzeigen
- Avocadostore
Jetzt könnt ihr stylish und grün unterwegs sein (und nein, man sieht nicht gleich typisch ‚öko‘ aus…)! Natürlich gibt es noch viele weitere Möglichkeiten dieses Ziel zu erreichen. Teilt euer Wissen im Bekanntenkreis. Diskutiert miteinander. Überlegt euch zwei oder gerne auch drei Mal, ob euer Warenkorb vielleicht mit zu kurzlebigen Teilen gefüllt ist. Kauft nachhaltiger ein. Rettet nebenbei den Planeten. Jeder Schritt zählt.
Quelle: https://eyd-clothing.com/blogs/news/co2-emissionen-in-der-modeindustrie


